Diese versteckte PS5-Funktion spart eurer Familie hunderte Euro bei Spielen

Die PlayStation 5 bietet eine oft übersehene Funktion, die besonders für Haushalte mit mehreren Spielern einen enormen Mehrwert darstellt: das automatische Speicherstände-Management mit individuellen Benutzerprofilen. Wer seine Konsole mit Familienmitgliedern teilt, kennt das Problem nur zu gut – verschiedene Spieler wollen dasselbe Spiel spielen, aber jeder möchte seinen eigenen Fortschritt behalten. Die gute Nachricht: Sony hat diese Herausforderung bei der PS5 elegant gelöst.

Wie funktioniert das Speicherstände-System auf der PS5?

Anders als bei älteren Konsolengenerationen, bei denen Speicherstände manchmal durcheinandergerieten oder versehentlich überschrieben wurden, verwaltet die PlayStation 5 Spielstände intelligent pro Benutzerprofil. Jeder Account auf der Konsole erhält seinen eigenen, isolierten Speicherbereich für Spielfortschritte. Das bedeutet konkret: Papa kann in Elden Ring einen Magier-Build spielen, während der Sohn parallel einen Nahkämpfer entwickelt – ohne dass sich die Speicherstände in die Quere kommen.

Das System arbeitet im Hintergrund und erfordert praktisch keine manuelle Konfiguration. Sobald ein Benutzer sich mit seinem PSN-Account anmeldet und ein Spiel startet, werden alle Speicherstände automatisch diesem Profil zugeordnet. Diese Trennung gilt für digitale Spiele ebenso wie für Disc-basierte Titel, solange jeder Spieler sein eigenes Benutzerprofil verwendet.

Die Konsolenfreigabe für digitale Spiele nutzen

Zusätzlich zur automatischen Speicherstands-Verwaltung bietet die PS5 eine Funktion namens Konsolenfreigabe und Offline-Spiel. Sie ermöglicht es einem Hauptkonto, digitale Spiele mit allen anderen Accounts auf derselben Konsole zu teilen. Hier liegt der eigentliche Clou: Eine Person kauft das Spiel, aber alle Familienmitglieder können es spielen – mit ihren eigenen Speicherständen versteht sich.

Um diese Funktion einzurichten, muss das Konto, das die Spiele gekauft hat, auf der PS5 die Konsolenfreigabe aktivieren. Das geschieht unter Einstellungen, dann Benutzer und Accounts, weiter zu Sonstige und schließlich Konsolenfreigabe und Offline-Spiel. Ist diese Option aktiviert, haben alle anderen lokalen Benutzer Zugriff auf die digitale Bibliothek des Hauptkontos.

Ein wichtiger Hinweis: Sony erlaubt Account-Sharing nur für Familien im gleichen Haushalt. Wer seine Daten mit Freunden oder gar Fremden teilt, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen der PSN-Accounts. Im schlimmsten Fall droht dadurch ein Ausschluss der betroffenen Konten.

Vorteile der Mehrbenutzer-Konfiguration

Die Verwaltung mehrerer Profile auf einer PlayStation 5 bietet weit mehr als nur getrennte Speicherstände. Jeder Benutzer erhält personalisierte Empfehlungen basierend auf seinem Spielverhalten, individuelle Trophäensammlungen und maßgeschneiderte Freundeslisten. Das PlayStation-Erlebnis passt sich dem jeweiligen Spieler an, was besonders bei unterschiedlichen Gaming-Vorlieben innerhalb einer Familie wertvoll ist.

Ein weiterer oft unterschätzter Aspekt: Elterliche Kontrollen lassen sich für jedes Kinderprofil individuell einstellen, ohne die Freiheiten der erwachsenen Spieler einzuschränken. Spielzeit-Limits, Altersbeschränkungen für Spiele und Ausgabenlimits im PlayStation Store können pro Account konfiguriert werden.

Technische Details zur Speicherverwaltung

Die PS5 speichert Spielstände auf der internen SSD in einem strukturierten Dateisystem, das jedem Benutzerprofil einen eigenen Bereich zuweist. Diese Architektur verhindert nicht nur versehentliches Überschreiben, sondern optimiert auch die Ladezeiten. Das schnelle SSD-System der Konsole bedeutet, dass das Wechseln zwischen Benutzerprofilen und das Laden unterschiedlicher Speicherstände in Sekundenschnelle erfolgt.

Interessant wird es bei der Cloud-Synchronisation: PlayStation Plus-Mitglieder können ihre Speicherstände automatisch in die Cloud hochladen. Diese Backups sind ebenfalls strikt pro Account getrennt. Wenn also mehrere Personen auf derselben Konsole spielen und alle PlayStation Plus haben, werden ihre Speicherstände unabhängig voneinander gesichert.

Profilwechsel leicht gemacht

Der Wechsel zwischen Benutzerprofilen ist denkbar einfach gestaltet. Ein Druck auf die PlayStation-Taste während eines laufenden Spiels ermöglicht den schnellen Wechsel zu einem anderen Account. Bei neueren Spielen, die das Activity-Card-System der PS5 nutzen, können Spieler sogar direkt in bestimmte Missionen oder Level ihres eigenen Speicherstands springen.

Grenzen und Einschränkungen des Systems

So elegant das System auch ist, es gibt einige Einschränkungen, die Nutzer kennen sollten. Offline-Spiele funktionieren problemlos für alle Accounts auf der Konsole. Bei Online-Multiplayer-Titeln benötigt jedoch grundsätzlich jeder Spieler, der online spielen möchte, eine eigene PlayStation Plus-Mitgliedschaft oder muss sich über das entsprechende Hauptkonto einloggen.

Praktische Tipps für Mehrbenutzer-Haushalte

Wer die PS5 mit mehreren Personen nutzt, sollte einige Best Practices befolgen. Jeder Spieler sollte ein eigenes Benutzerprofil haben, auch wenn es zunächst nach zusätzlichem Aufwand aussieht. Die Vorteile bei der Spielstandverwaltung überwiegen deutlich den minimalen Einrichtungsaufwand. Regelmäßige Cloud-Backups sind ebenfalls essentiell. Selbst bei getrennten lokalen Speicherständen kann ein Systemfehler oder Hardwaredefekt alle Fortschritte vernichten.

Die automatische Cloud-Synchronisation von PlayStation Plus ist hier Gold wert und sollte für alle aktiven Accounts aktiviert sein. Bei Speicherplatzengpässen lohnt sich die Anschaffung einer kompatiblen M.2-SSD. Mehrere Benutzer mit jeweils eigenen Speicherständen bedeuten mehr belegten Speicher, und moderne Spiele sind ohnehin schon riesig. Eine Speichererweiterung schafft hier langfristig Abhilfe.

Datenschutz und Privatsphäre beachten

Ein wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird: Jedes Profil kann mit einer Anmeldebestätigung geschützt werden. Besonders wenn Kinder die Konsole nutzen, verhindert dies ungewollte Käufe oder das versehentliche Löschen von Speicherständen. Die Einstellung findet sich unter Einstellungen, dann Benutzer und Accounts und weiter zu Anmeldungseinstellungen.

Die Zukunft des Speicherstand-Managements

Sony entwickelt die Konsolenerfahrung kontinuierlich weiter. Mit jeder Systemaktualisierung werden kleine Verbesserungen vorgenommen, die das Teilen der Konsole angenehmer machen. Features wie die Activity Cards und die Game Help-Funktion werden zunehmend mit dem Mehrbenutzer-System verzahnt, sodass jeder Spieler kontextbezogene Hilfe zu seinem individuellen Fortschritt erhält.

Die PlayStation 5 zeigt eindrucksvoll, wie moderne Konsolen die Herausforderungen geteilter Hardware elegant lösen können. Das durchdachte Speicherstand-System macht die Konsole zu einem echten Familienmitglied, das unterschiedliche Gaming-Bedürfnisse unter einem Dach vereint. Wer diese Funktionen versteht und richtig einsetzt, holt deutlich mehr aus seiner PS5 heraus – ohne Streit um überschriebene Speicherstände oder verlorene Spielfortschritte.

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